Bahnhof Rheinbach (1)

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Sights - Bauwerke/Denkmäler

Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein prägten vor allem Landwirte, Kaufleute und Beamte das Bild der Kreisstadt Rheinbach. Erst mit dem Anschluss an das Bahnnetz änderte sich dies. 1880 wurde die Strecke Bonn – Euskirchen in Betrieb genommen und der Bahnhof errichtet.

Im Gegensatz zur Station in der Nachbarstadt Meckenheim hatte der Rheinbacher Bahnhof als Güterumschlagplatz keine große Bedeutung. Überraschend hoch war dagegen die Personenzahl, die bereits kurz nach der Eröffnung der Strecke jährlich in Rheinbach mit dem Zug ankam. 1887 waren es über 45.000 Menschen. Unter den Reisenden werden nur wenig Berufspendler gewesen sein. Vielmehr kamen vor allem sogenannte Sommerfrischler, v.a. aus den Metropolen am Rhein, nach Rheinbach. Sie erkundeten in Tagesausflügen oder bei Kurzreisen die damalige, etwas mehr als 2.000 Seelen zählende Kreisstadt und deren Aushängeschild, den Stadtwald. Kurz nach Einweihung der Bahnstrecke gründete sich ein Verschönerungsverein, der sich bemühte, die Stadt für die Touristen noch attraktiver zu machen.

Lag der Bahnhof zunächst etwas abseits des Stadtkerns, wuchs die Bebauung in der Folgezeit vom Stadtkern aus in diese Richtung. Neue Straßen wie die Bahnhofs- und Kriegerstraße entstanden. Die dort errichteten Gebäude unterscheiden sich beträchtlich von den jahrhundertelang in Rheinbach vorherrschenden Fachwerkhäusern oder den schlichten steinsichtigen Backsteinbauten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Verspielt wirken die neuen repräsentativen Schmuckbauten mit ihren Türmchen, Figuren und geometrischen Mustern. Hier wohnten damals vor allem Lehrer und höhere Verwaltungsbeamte.

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