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Audioguide Salzgitter-Bad - Franz Zobel (4)

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Franz Zobel (4)

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Franz Zobel lebte vom 29.12.1889 bis zum 24.05.1963, er war Pädagoge und Heimatforscher und für Salzgitter eine wichtige Persönlichkeit.

Bereits seit dem Jahre 1911 unterrichtete Zobel an der Altstadtschule in Salzgitter. 1914 wurde er zum Kriegsdienst abgerufen und dort schwer von einer Granate getroffen und verlor dabei ein Auge. Wieder zurück begann Zobel nach und nach sich für Salzgitter zu engagieren. Er übernahm das Rektorenamt der Gewerbeschule, wurde Anfang der 20er Jahre Vorsitzender des „Lehrervereins Salzgitter“ und eröffnete darüber hinaus 1922 als Vorsitzender des Kreislehrerausschusses Goslar die „pädagogische Woche“. Dem gesellschaftlichen Leben Salzgitters verschloss er sich nicht. Er wurde Mitglied in dem „Harzverein Salzgitter“ und des Geselligkeitsverein „Eintracht“. Des Weiteren war Zobel Initiator und Vorsitzender der „Luftfahrtvereinigung Bad Salzgitter und Umgebung“ und Mitbegründer des Ortsvereins Salzgitter. Jahr für Jahr kamen weitere Vereinsmitgliedschaften hinzu, wobei sich sein Schwerpunk für die Heimat- und Naturkunde herauskristallisierte. Regelmäßig konnten in den Tageszeitungen und Heimatblätter Beiträge Zobels über die Geschichte Salzgitters gelesen werden. Am 18.07.1924 fand unter der Leitung von Franz Zobel in Salzgitter ein „Heimattag“ statt. Hinzu kam, dass in den 20er und 30er Jahren von Zobel Jugendwanderungen durchgeführt wurden. Sie wurden mit großer Beliebtheit angenommen, sodass eine Teilnehmerzahl von mehreren hundert Wanderern entstand. Sein Antrieb war ohne Zweifel seine Liebe zur Heimat und damit auch die Sorge um den Erhalt des Bestehenden. Denn er ahnte, dass sich aus dem Erzvorkommen in diesem Gebiet bald ein Industriestandort entwickeln würde. Und so passierte es. Als im Jahr 1937 die Reichswerke gegründet wurden und die Veränderungen voranschritten wurde er vom Amt als Kreisheimatpfleger enthoben. Erst im Jahr 1943 konnte Zobel wieder die Ortsheimatpflege für Salzgitter und nun auch die Stadtteile Hohenrode und Flachstöckheim übernehmen. Zobel setzte sich im Stadtgebiet Salzgitter für die Erhaltung, Pflege und Unterschutzstellung von Natur- und Kulturdenkmäler und die Sicherung von Bodenfunden ein. Auch beruflich war er weiterhin gut eingespannt. Da durch den Zuzug der Flüchtlinge zu viele Kinder hier waren, musste der Unterricht „schichtweise“ von morgens bis abends durchgeführt werden. Im Jahr 1949 initiierte Zobel die Ausstellung „6000 Jahre heimische Kultur“ in Salzgitter-Bad. Die war die erste ihrer Art in Salzgitter und wurde von mehr als 20.000 Interessierten besucht. Außerdem setzte er sich dafür ein, dass im Schloss Salder ein Museum der Stadt Salzgitter errichtet wurde, welches 1962 offiziell eröffnete. Am 19.11.1960 wurde Franz Zobel für seine jahrzehntelange aufopferungsvolle Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. Franz Zobel ist zu verdanken, dass bei der Gründung der Stadt Salzgitter das vorhandene Kulturgut erhalten blieb und bewahrt wurde, sodass heute von einem besonderen kulturellen Erbe in Salzgitter gesprochen werden kann. Er konnte zu Recht als „lebendiges Kapitel der salzgitterschen Geschichte“ bezeichnet werden.

Zur Künstlerin: Die Bildhauerin Sabine Hoppe wurde 1961 in Nordrhein-Westphalen geboren. Seid 1983 wurden von ihr zahlreiche Skulpturen insbesondere im norddeutschen Raum, z.B. Goslar, Berlin, Braunschweig und Hannover im öffentlichen Raum aufgestellt. In Salzgitter finden sich Werke von ihr in Gebhardshagen, am SOS-Mütterzentrum und hier auf dem Kirchplatz. Ihre Arbeiten stehen unter dem Motto "Menschliches und Mystisches".

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